„Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“

Vor 200 Jahren kam ein Mann zur Welt, der für eine der ganz großen Ideen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte steht: Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe waren seine Prinzipien – und wurden die Basis für den Erfolg seiner Vision.

Als Bürgermeister hautnah mit vielfältiger Not konfrontiert, regte Raiffeisen die Gründung von Genossenschaften an. Dafür entwickelte er nicht nur die theoretischen Grundlagen, er begeisterte seine Mitmenschen auch vom Gedanken, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen – und der Erfolg gab ihm Recht.

Heute ist Raiffeisens Lebenswerk weltweit ein Begriff, in Österreich zählt sein Name zu den bekanntesten Marken des Landes. Doch wer war er? Was hat ihn geprägt und angetrieben? Und wie wurde aus seiner ganz praktischen Idee des miteinander mehr Erreichens die Grundlage für heute rund 900.000 Genossenschaften in aller Welt?

Placeholder

1818

Am 30. März 1818 wird Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Hamm an der Sieg geboren.

Er ist das drittjüngste von neun Kindern und wächst in bescheidenen Verhältnissen auf.

1845

Raiffeisen wird Bürgermeister der Kleingemeinde Weyerbusch im Westerwald.

Sofort initiiert er den Bau einer Schule und plant selber ein befestigtes Straßennetz.

1864

Der Heddesdorfer Wohltätigkeitsverein wird in einen Darlehenskassenverein umgewandelt.

Von den Mitgliedern selbst verwaltet, wird er zum Urtyp moderner Genossenschaften.

1866

Raiffeisen veröffentlicht sein berühmtes Buch „Die Darlehenskassen-Vereine“.

Seine Tochter Amalie unterstützt ihn tatkräftig bei der Verbreitung seiner Idee.

1888

Friedrich Wilhelm Raiffeisen stirbt am 11. März im Alter von 69 Jahren

Zum Zeitpunkt seines Tods sind über 400 Spar- und Darlehenskassenvereine aktiv.

2016

„Idee und Praxis der Genossenschaft“ werden zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Anerkennung einer großen Vergangenheit. Auftrag für eine starke gemeinsame Zukunft.

Mehr erfahren

Eine große Idee, schnell erklärt.

Eine Genossenschaft ist die ideale Rechtsform für Kooperationen von Privatpersonen oder Unternehmen, die ähnlich gelagerte wirtschaftliche Interessen haben – also etwa mit ihrem jeweiligen Produkt oder ihrer Dienstleistung am Markt erfolgreich sein.

In der Genossenschaft wird das gemeinsam erledigt, was der Einzelne nicht (so gut) kann, zum Beispiel Marketing oder Vertrieb. In allen anderen Bereichen bleiben die Mitglieder weiterhin eigenständig und damit flexibel, vor Ort und nahe am Kunden.

Ein Modell für die Zukunft!

Seit dem Jahr 2012 beschäftige ich mich im Think Tank des Wiener Zukunftsinstituts intensiv mit den Veränderungen und Megatrends, die unsere Gegenwart prägen. Dabei geht es uns vor allem darum, Potenziale zu erkennen, die uns den Wandel erfolgreich gestalten und die Zukunft entsprechend meistern lassen. Und ich bin überzeugt: Die Genossenschafts-Idee hat viel derartiges Potenzial!

Mag. Christiane Varga
Trendforscherin Zukunftsinstitut Wien/Frankfurt

F. W. Raiffeisen und seine Idee. Das Wichtigste in 5 Teilen.

Sie wollen mehr über den Menschen Friedrich Wilhelm Raiffeisen erfahren? Über die mittlerweile weltweite Verbreitung seiner Idee und über ihre zeitlose Aktualität? Dann begleiten Sie doch Zukunftsforscherin Christiane auf einer ebenso kurzweiligen wie spannenden Zeitreise. Vom Jahr 1818 bis in die Gegenwart – und ein Stück weit in die Zukunft.

Was bedeutet die Idee Genossenschaft für Sie?

Zeigen Sie der Welt, was „Genossenschaft“ für Sie ganz persönlich heißt! Was verbindet Sie mit der Raiffeisen-Idee? Wo sehen Sie ihre Stärken – gerade in der Welt von heute? Einfach mitmachen, Text eingeben, Farbe und Design auswählen – und Sie verewigen Ihren Gedanken mit einem Visual Statement, das Sie mit Freunden und der großen österreichischen Raiffeisen-Familie teilen können.

Eigene Botschaft verfassen

So vielfältig ist die Raiffeisen-Idee!

Wer in Österreich „Raiffeisen“ hört, denkt meist sofort an Bank oder Lagerhaus, oder vielleicht auch noch an „Molkereien“. Aber diese drei Gruppen zusammen bilden nur ein Drittel aller insgesamt ca. 1.500 Raiffeisen-Genossenschaften im ganzen Land.

Von Energiewirtschaft bis Nahversorgung. Von therapeutischen Angeboten bis Car-Sharing. Von Immobilienbewertung bis zur Gastronomie. Viele Betriebe in unterschiedlichsten Branchen und quer durch alle Bundesländer sind genossenschaftlich organisiert.

DefNet – DIGI für’s TAL

So.

DefNet – DIGI für’s TAL. Seit 2004 steht die Netzdienste Defereggen Genossenschaft für schnelles Internet, Regional-TV und digitale Kommunikation im Defereggental. Darüber hinaus erhalten die Kunden auch ganz praktische Unterstützung in der immer komplexeren IT-Landschaft.

Lavanttaler Obst.

So.

Lavanttaler Obst. Die Streuobstwiesen des Lavanttales sind landschaftsprägend, ihre Früchte die Grundlage für Most und beste Säfte. Und die Genossenschaft? Bietet 1.300 Mitgliedern faire Rohwaren-Preise, den Mitarbeitern ein menschliches Arbeitsklima und den Kunden eine Top-Qualität.

Raiffeisen Regionalbank Mödling.

So.

Raiffeisen Regionalbank Mödling. Bloße Zufriedenheit ist zu wenig – das Ziel dieser genossenschaftlichen Bank heißt: begeisterte Mitglieder und Kunden. Die Basis dafür: Höchstpersönlicher Einsatz für die Menschen und die Region. Das Motto: Miteinander und füreinander ein Leben lang!

HOGAST Einkaufsgenossenschaft.

So.

HOGAST Einkaufsgenossenschaft. Die HOGAST mit Sitz in Salzburg-Anif unterstützt ihre Mitglieder – 2.800 Hotel- und Gastronomiebetriebe in ganz Österreich – im Einkauf. Der Vorteil: Top-Konditionen, Vereinfachung administrativer Tätigkeiten und Wissensvorsprung gegenüber dem Mitbewerb.

Berglandmilch

So.

Berglandmilch. Die größte Molkerei Österreichs ist eine Genossenschaft: 11.000 Milchbauern sind Lieferanten und zugleich die Eigentümer. An 10 Standorten in Österreich verarbeitet die Berglandmilch ca. 1,3 Mrd. kg Milch pro Jahr zu besten Milch- und Käsespezialitäten.

Weizer Schafbauern.

So.

Weizer Schafbauern. Die Genossenschaft bäuerlicher Produzenten hat sich zum Ziel gesetzt, das Produkt „Schaf“ im österreichischen Markt zu etablieren. Hochwertige Rohstoffe wie Milch und Fleisch sind Basis für eine umfangreiche Palette ausgewählter Spezialitäten – natürlich in Bio-Qualität.

Familienwinzer.

So.

Familienwinzer. Die Winzergenossenschft K+K Kirnbauer und ihre 15 Mitgliedswinzer im Burgenländischen Deutschkreutz: Beste Lagen, intensive Kooperation und penible Sorgfalt während des Kelterns garantieren Weine höchster Qualität mit typisch pannonischer Identität.

Frastanzer Brauerei

So.

Frastanzer Brauerei. 114 Jahre lang waren 100 Wirte Eigentümer der Genossenschaft. Nun sind auch 1.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger Mitglieder der ersten „Volksbrauerei“ Österreichs. Gemeinsam entscheiden sie über den künftigen Weg des Unternehmens, über neue Produkte und Vertriebswege.

2018 – Ein Raiffeisen-Jahr!

Der 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen am 30. März 2018 wird nicht nur in seiner deutschen Heimat gefeiert. Auch der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) und die vielen heimischen Raiffeisen-Genossenschaften begehen das Jubiläumsjahr 2018. Mit jeweils ganz individuellen Schwerpunkten – aber unter einem gemeinsamen Motto: Raiffeisen 200. Die Kraft der Idee.

 

„Blitzlichter“ – Das Jubiläumsjahr Raiffeisen 200 in den Bundesländern

Bundes-ARGE GWK auf Raiffeisens Spuren

Bundes-ARGE GWK auf Raiffeisens Spuren

Die jährliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft Geographie und Wirtschaftskunde an höheren Schulen führte diesmal nach Wien. Und neben einer Reihe interner Themen bereicherte auch ein Raiffeisen-Exkursionstag das Programm: So besuchten die AHS-Professorinnen und -Professoren etwa den Raiffeisen-Campus, das Traditions-Cafe Landtmann (neuerdings Mitglied der HOGAST-Einkaufsgenossenschaft) und natürlich die Raifffeisen-Büste im ehemaligen NÖ-Landhaus.

Brot-Aktion der Raiffeisenbank NÖ-Süd Alpin

Brot-Aktion der Raiffeisenbank NÖ-Süd Alpin

Am 30. März – genau zu F.W. Raiffeisens 200. Geburtstag – verteilte die Raiffeisenbank NÖ-Süd Alpin in ihren 7 Kompetenzzentren und 4 Bankstellen Brote und Infoflyer an alle Kunden und Mitglieder. Unter dem Motto „Eine starke Idee ist jeden Tag wie neu geboren“ erinnerte sie damit an Raiffeisens erste Initiative als junger Bürgermeister: den Weyerbuscher „Brodverein“, der 1847 die drückende Not der Landbevölkerung im Westerwald zu lindern half.

Alle Beiträge ansehen